Erfolgreicher durch Gedankenhygiene

Erfolgreicher beim Vermögensaufbau durch GedankenhygieneWie werde ich erfolgreicher – oder was kann ich tun, um erfolgreicher zu werden? Was hat Gedankenhygiene mit Erfolg zu tun? Was genau ist eigentlich mit Gedankenhygiene gemeint?

Dieser Beitrag hat nur indirekt etwas mit passiven Investieren mit ETFs zu tun, hilft allerdings in allen Lebenslagen – auch beim Investieren.

Wir wollen uns mit unseren Gedanken und Gewohnheiten beschäftigen und mit deren Auswirkungen.

Was ist Gedankenhygiene?

Gedankenhygiene ist die Kunst, Gedanken und die daraus resultierenden Handlungen bewusst in die richtige Richtung zu lenken und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und das immer und immer wieder auf Neue.

Durch den so entstandenen Fokus beschäftigt man sich automatisch nicht mit unnötigem Schrott, wird somit effizienter und dadurch auch erfolgreicher.

Beim langfristigen, passiven Investieren mit ETFs hilft Gedankenhygiene auch Anlegerfehler zu vermeiden. Das intensive Beschäftigen mit den Risiken des Investierens hilft beispielsweise dabei, sich selbst und seine Risikotragekapazität besser einzuschätzen und beim Eintritt des Risikos keine unüberlegten Handlungen zu starten.

Denke positiv

Manch einer ahnt es eventuell – es scheint, wer ständig negative Gedanken hat, der zieht das Negative regelrecht an. Umgekehrt verhält es sich genauso mit positiven Dingen. Wer mit einer positiven Einstellung durch das Leben geht, dem widerfährt tendenziell auch eher Positives.

Ab einer gewissen Häufigkeit werden Dinge zur Gewohnheit und laufen mehr oder weniger unterbewusst ab, ähnlich wie beim Sport. Ist erst einmal der innere Schweinehund überwältigt und man macht regelmäßig Sport, so wird sich ein gewisser Automatismus einstellen und vom inneren Schweinehund fehlt jede Spur.

Deshalb: Versuche positiv zu denken und mache dir die Macht der Gewohnheit zunutze.

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Gedankenspiralen

Wenn ich meine Gedanken und Handlungen nicht bewusst lenke, laufe ich Gefahr mich in eine fremdgesteuerte Gedankenspiralen zu begeben. Diese Gefahr besteht bei folgenden, beispielhaft genannten und vergleichbaren Medien:

  • Nachrichten
  • Facebook
  • YouTube

Man wird überflutet von einer Welle bedeutungsloser Meldungen, abonniert (fokussiert seine Gedanken) nur was einen vermeintlich interessiert (was man vorgesetzt bekommt). Bestenfalls ist dieses Interesse selbst- und nicht fremdgesteuert. Man läuft Gefahr sich mit unnützen Zeitfressern zu beschäftigen – es wird (Lebens-)Zeit totgeschlagen.

Gedankenspiralen bilden sich dann, wenn ich immer und immer wieder diese Medien nach demselben Muster nutze. Ein Anfang wäre, eine bewusstere Nutzung (max. 5 min. am Tag), oder am besten gleich ganz weglassen.

Wie kann man negative Gedanken(-spiralen) vermeiden und positive Gedanken(-spiralen) stimulieren?

Unnötige Zeitfresser meiden

Zuerst gilt es zu analysieren, womit wir jeden Tag die meiste Zeit verbringen (Spiegel vorhalten). Im zweiten Schritt kritisch hinterfragen, ob dies sinnvolle Tätigkeiten (positiv, produktiv), oder doch eher unnötige Zeitfesser sind (negativ, unproduktiv).

Dinge, die ich in diesem Zusammenhang versuche konsequent zu meiden, beziehungsweise auf ein Minimum zu reduzieren:

  • Fernsehen: Zappen = Zeitverschwendung – nichts gegen einen guten Film (ohne Werbung)
  • Werbung: Es hilft beim Konsumverzicht (Sparen), Werbung konsequent auszublenden
  • Finanzpornographie: Zuerst ist es wichtig überhaupt in der Lage zu sein diese zu erkennen, um sie anschließend ausblenden oder vermeiden zu können.
  • Nachrichten: Die wirklich wichtigen Dinge bekommst du sowieso mehrfach mitgeteilt
  • Facebook: Nutze ich nur gezielt, nicht zum Zeitvertreib
  • YouTube: Nur produktiv nutzen zum Lernen und mit Abspielgeschwindigkeit >=1.5x)
  • Depotstand täglich prüfen 🙂
  • Warteschlangen: Manchmal ist die Schlange zu anderen Tageszeiten kürzer oder ganz weg. Oft hilft die Frage: Muss ich das, für was ich anstehe, überhaupt haben?

Die so eingesparte Zeit kann wesentlich besser genutzt werden, wie beispielsweise:

  • Mehr Zeit mit der Familie verbringen (Spazierengehen, mit den Kindern spielen,…)
  • Ein Buch lesen, oder 2 oder 3
  • Eine weitere Fremdsprache lernen (Thema Humankapital steigern)
  • Sport
  • Erholung & Ruhe

Es sei angemerkt, dass passives Investieren wegen des ultra-geringen Zeitaufwands (ROTI = return on time invested) perfekt in dieses Konzept passt.

Pendelzeiten

An der Stelle möchte ich noch ein paar Gedanken über die Pendelzeit zum Arbeitsplatz teilen. Die Verkehrsdichte und die damit verbundenen Staus nehmen ständig zu. Diese Zeit könnte ebenfalls sinnvoller genutzt werden. Wenn dies jedoch überhaupt nicht vermeidbar ist, dann nutze ich die Zeit im Auto mit Hörbüchern oder zum Telefonieren.

Gewöhnungscharakter von Risiko

Nicht zu unterschätzen ist der bereits am Anfang des Beitrags angedeutete Gewöhnungscharakter von Risiko.

Risiko ist konditionierbar – je mehr wir uns mit Risiko beschäftigen, desto weniger macht es uns etwas aus. Das gilt für so ziemlich alle Arten von Risiko. Fallschirmspringen, Klettern, Motorradfahren – so auch beim Investieren.

Dieses Phänomen hat mit Ängsten zu tun, man kann es sich jedoch auch zunutze machen und ein besserer Investor werden, indem man sich intensiv mit den Risiken des Investierens auseinandersetzt.

Für mich hat der Punkt „100 Jahre Stresstests im globalen Wertpapiermarkt“ aus dem Buch Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs von Gerd Kommer* dazu einen sehr großen Beitrag geleistet.

Wie denkst du über das heutige Medienverhalten der Menschen, beziehungsweise welches sind deine schlimmsten Zeitfresser? Hinterlasse einfach einen kurzen Kommentar, ich bin gespannt auf die Rückmeldungen.

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Ein Kommentar zu “Erfolgreicher durch Gedankenhygiene
  1. Nils sagt:

    Ja das mit den Zeitfressern ist immer nur dann ein Problem, wenn man es sich als Zeitfresser wirklich mal bewusst macht. Bei Youtube habe ich mich inzwischen auf die doppelte Geschwindigkeit eingehört, man bekommt alles mit und kann trotzdem Zeit sparen.
    Ansonsten merke ich auch, dass ich bewusster Nachrichten konsumiere und eher darauf verzichten möchte, man hört meist von allen Seiten nur Negatives, auch an den Börsen. Ich habe Vertrauen in meine ausgewählten Unternehmensaktien und in die ETFs ebenso, da kann man sich auch mal zurücklehnen und entspannt bleiben.

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